Kreistagsfraktion
Für beinahe 9 Millionen Euro sind die Beruflichen Schulen Bretten erweitert wurden; 15 Millionen Euro sollen jetzt für den Ausbau der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal aufgewendet werden. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rupp (Gondelsheim) ist dies der Beweis, dass der Landkreis Karlsruhe „seine Hausaufgaben zum Wohle der Kinder macht“. Gleiches lasse sich vom Land Baden-Württemberg aber in Sachen Unterrichtsversorgung an den Schulen in der Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe nicht behaupten. Eine Anfrage der SPD-Fraktion wurde nun seitens der Landkreisverwaltung beantwortet. Ergebnis: Im Schuljahr 2008/09 hatte es einen Fehlstundenanteil von 7,7% an den Berufsschulen des Landkreises Karlsruhe gegeben. Jede 13 Schulstunde fiel somit aus. Ein Wert, der sogar noch deutlich über dem Landesdurchschnitt von 4,6% lag. „Dies ist nicht zu akzeptieren“, so Rupp.
Zu einem Informationsbesuch weilten dieser Tage Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion in der Oberderdinger Schule. Schulleiterin Petra Honeck und Gebhard Tigges, Amtsleiter für Liegenschaften und Regionalentwicklung im Landratsamt Karlsruhe informierten die Besucher über die aktuelle Situation.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion Markus Rupp (Gondelsheim) erinnerte eingangs an die noch nicht allzu lange zurückliegende Zeit, an der die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche aus allen Nähten zu platzen drohte. Am alten Standort in Bretten-Gölshausen ließ sich eine bauliche Erweiterung nicht verwirklichen. Die steigende Schülerzahl von rd. 40 im Jahre 2000 auf heute 70 führte zu einer ungewollten „Zersplitterung“ der Schule auf verschiedene Standorte, was wiederum die pädagogische Arbeit erheblich erschwerte. Rupp berichtete gerade auch den neuen Fraktionskollegen, dass er damals die Verwaltung mit seinen ständigen Anfragen in den Kreistagssitzungen zur Situation an der Eduard-Spranger-Schule genervt habe. Aber wenn man das heutige Ergebnis, den Neubau der Schule sehe, habe sich dieses Insistieren gelohnt. Schließlich habe man sich dann über alle Fraktionen hinweg zu einer grundlegenden Veränderung des unhaltbaren Zustands entschieden. Gewinner seien die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte, die nun beide optimale Voraussetzungen vorfänden.
Der Auftritt der SPD-Kreistagsfraktion auf der Internetseite www.spd-karlsruhe-land.de hat ein neues Gesicht bekommen. Seit wenigen Tagen ist er freigeschaltet. Markus Rupp, der Fraktionsführer der Sozialdemokraten im Kreistag und Gondelsheimer Bürgermeister, freut sich, dass seine Fraktion mit dem neuen Internetauftritt über eine ansprechende und moderne Visitenkarte im Landkreis Karlsruhe verfügt: „Die neue Seite eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Mit dem Redaktionssystem wollen wir die Öffentlichkeitsarbeit unserer Kreistagsfraktion wesentlich effizienter gestalten. Die Besucher der Homepage werden von der schnellen Erfassbarkeit der Informationen, von den Pressemitteilungen und Informationen überzeugt sein.“
Mit einem einstimmigen Votum wählte die 20-köpfige SPD-Fraktion im Kreistag des Landkreises Karlsruhe den Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp (43) zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden. Rupp ist seit dem Jahre 1999 Mitglied des Kreistages und seit 2004 als Sprecher des Verwaltungsausschusses Mitglied des Fraktionsvorstandes. Bei den Kreistagswahlen am 7. Juni dieses Jahres erreichte er mit über 5.100 Stimmen im Wahlkreis Bretten erneut ein herausragendes Ergebnis.
Der Gondelsheimer Bürgermeister löste in der konstituierenden Sitzung Werner Linsen ab, der der SPD-Fraktion 10 Jahre vorgestanden hatte, aber bei der jüngsten Kreistagswahl nicht mehr angetreten war. Rupp dankte seinem Vorgänger für dessen erfolgreiche Arbeit über 30 Jahre im Kreistag Karlsruhe. Seine hohe Kompetenz - gerade auch in technischen Fragen - werde man vermissen.
Bericht der Kreistagsfraktion, Werner Linsen
Vielleicht erinnert Ihr Euch! Als ich im letzten Jahr über die Arbeit der SPD-Kreistagsfraktion berichtete, habe ich – wie es die „BNN“ in der Überschrift formuliert hat – „die schädlichen Alleingänge des Landrats kritisiert.“ Weiterhin zitierte sie mich mit der Aussage, ich sei davon überzeugt, dass viele Kreisräte, und zwar fraktionsunabhängig, die Kritik an Kretz, an seinem Verhalten in der jüngsten Vergangenheit teilen. „Wenn’s allerdings dann zum Schwur kommt, zur Abstimmung, dann sieht das Ergebnis meist anders aus“.